Bienenpatenschaften

Bienenpatenschaften in Wetzikon (Schweiz) und in Ludwigsburg (Deutschland).

Sie möchten sich für die Bienen einsetzen und/ oder interessieren sich für die Imkerei? Mit der Übernahme einer Patenschaft für ein Bienenvolk unterstützen Sie einen Imker in Ihrer Nähe und leisten so einen aktiven Beitrag gegen das Bienensterben. Zudem erhalten Sie einmal im Jahr Honig sowie die Möglichkeit, ihr Volk zusammen mit dem Imker zu besuchen und ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Folgenden Leistungen sind in einer Bienenpatenschaft enthalten:

  • Patenschafts-Zertifikat
  • 3 Kilogramm Honig abgefüllt in Gläsern (250 g oder 500 g) mit personalisierten Honigetiketten
  • Namesgebung des Bienenvolkes und Namensschild am Bienenstock
  • Emails zur Entwicklung des Volkes und zu den verschiedenen Arbeiten des Imkers
  • Ein Besuch ihres Volkes gemeinsam mit dem Imker während der Bienensaison (April bis Ende Juli)

Natürlich können Patenschaften auch verschenkt werden!

Wir bieten Bienenpatenschaften in der Schweiz und in Deutschland an.

Bienenpatenschaften in Wetzikon, Schweiz
Unsere Bienen in Wetzikon

In Wetzikon (Schweiz) unterhalten wir drei Bienenvölker. Sie stehen am Waldrand in der Nähe eines Naturschutzgebietes.

Kosten für eine Patenschaft in der Schweiz: 200 CHF

Bienenpatenschaften in Ludwigsburg Deutschland
Unser Standort in Ludwigsburg

Im Kreis Ludwigsburg (Deutschland) haben wir 12 Bienenvölker an drei Standorten. Unsere Bienen in Neckarweihingen und Oberstenfeld fliegen zwischen Obstbaumwiesen und Weinbergen. Sie tragen während der gesamten Vegetationsperiode Nektar ein und produzieren aromatischen Blütenhonig. In Prevorst stehen unsere Bienenvölker am Waldrand. Von Laub-und Nadelbäumen sammeln sie den Honigtau für unseren dunklen, kräftigen Waldhonig.

Kosten für eine Patenschaft in Deutschland: 100 Euro

Bitte beachten Sie: Für die laufende Bienensaison sind leider keine Patenschaften mehr möglich. Für die kommende Saison (August 2018-Juli 2019) nehmen wir gerne Anfragen entgegen.

Kontaktieren Sie uns!

Aktuelles

20. Mai 2018: Erster Weltbienentag

Die Vereinten Nationen (UN) haben den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Der Tag soll zeigen, wie wichtig Bienen in unserem Ökosystem, aber auch für die Wirtschaft sind. Während es der Honigbiene als Nutztier dank der Imker noch relativ gut geht, sind besonders die Wildbienen bedroht. Naturschützer warnen, dass bereits jede dritte Wildbienenart in Deutschland gefährdet oder …

Bienen schützen

Bienensterben, Insektensterben, Vogelsterben: Was können wir tun?

Allein in Deutschland ist laut NABU der Insektenbestand in Naturschutzgebieten in den letzten 27 Jahren um 75 % zurückgegangen. Zu den Ursachen für das Insektensterben gehört neben der Zerstörung von Lebensräumen vor allem der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft. Der Rückgang von blütenbestäubenden Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen und Fliegen beeinflusst nicht nur die Nahrungsmittelproduktion. Auch die Vögel verlieren ihre Hauptnahrungsgrundlage. Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren – das entspricht einem Minus von 15 Prozent.
Neben dringend notwenigen politischen Massnahmen, wie dem Verbot von Agrargiften, gibt es einiges, was jeder einzelne von uns tun kann, um Bienen und Insekten zu schützen und zu unterstützen:

  • Auf Bioprodukte achten: Wer Bioprodukte kauft, unterstützt Bio-Landwirte. Diese verzichten auf Pestizide und Neonikotinoide, die mitverantwortlich sind für das Insektensterben. Sie achten beim Anbau auf die Fruchtfolge und säen Klee oder andere Zwischensaaten an, um den Boden wieder mit Nährstoffen zu versorgen. Deren Blüten sind wiederum Futter für die Insekten.
  • Honig vom lokalen Imker kaufen: Deutscher und Schweizer Bienenhonig unterliegt strengen Auflagen und enthält keine genmanipulierten Pollen. In Argentinien, Mexiko, Chile und Uruguay, die Hauptlieferanten für Importhonig, wird genmanipulierter Soja als Futtermittel angebaut und die Pollen landen im Honig.
  • Bienenpatenschaften abschliessen
  • Fleisch aus Freilandhaltung kaufen: Weidehaltung fördert Insekten.
  • Apfelsaft von Streuobstwiesen kaufen: Streuobstwiesen sind ein Paradies für Insekten.
  • Blumenwiese im eigenen Garten: Sie bietet Lebensraum für unzählige Insekten.
  • Insektenhotels aufstellen
  • Auf dem Balkon oder im Garten: Pflanzen anpflanzen die besonders viel Nektar enthalten.

Weltweites Bienensterben

Der Mensch braucht Bienen und andere Insekten, denn trotz des technischen Fortschritts hängt die Landwirtschaft von den Bestäubern ab. Agrargifte, Parasiten und Monokulturen setzen den Tieren zu. 

Die gute Nachrichte vorneweg: Seit Mai 2018 ist in der EU der Einsatz von Neonikotinoiden zum Schutz der Bienen verboten. Neonikotinoide schädigen das Nervensystem der Bienen. Bereits seit 2013 durften sie in Europa nicht mehr auf blühenden Pflanzen gespritzt werden, auf denen sich Bienen niederlassen. Seit Mai hat ein EU das Verbot verschärft: Die Neonikotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam dürfen europaweit generell nicht mehr im Freiland eingesetzt werden.  Nach Einschätzungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) sind die Pestizide bereits für Bienen und andere Insekten schädlich, wenn der Boden, auf dem die Pflanzen wachsen, mit den Giften verseucht ist.

Forscher warnen allerdings, dass ein Totalverbot den Insekten langfistig nicht hilft, da die Landwirte notgedrungen auf andere Pestizide ausweichen werden. Sie fordern deshalb ein generelles Umdenken in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion: Weg von Monokulturen, wieder hin zu mehr Vielfalt.

Wildbienen besonders gefährdet

Wildbienen, wie zum Beispiel Hummeln, Sandbienen oder Pelzbienen, leiden besonders unter dem Verlust der Vielfalt in unseren Landschaften. Monokulturen, Verstädterung und invasive Pflanzen rauben ihnen Nistmöglichkeiten und Nahrungsquellen. Aber auch Honigbienen werden durch Massentrachten wie Raps oder Sonnernblumen geschwächt: Sind die Felder abgeerntet, hungern die Insekten.

Rapsfeld_Monokultur_Bienensterben
Monokultur Rapsfeld

Varroa-Milbe grösste Bedrohung für die Honigbiene

Viele Experten sehen in der Varroa-Milbe eine der grössten Gefahren für unsere Honigbiene. Die Milbe wurde vor gut 30 Jahren aus Asien eingeschleppt. Sie schwächt die Bienen nicht nur durch den direkten Befall, sondern überträgt auch andere Krankheitserreger. Bisher mussten Imker trotz Behandlung mit Milbengiften oder organischen Säuren über den Winter mit Völkerverlusten zwischen 15 und 40 Prozent rechnen. Forscher der Universität Hohenheim  haben mit dem Wirkstoff Lithiumchlorid jetzt einen vielversprechenden Gegner im Kampf gegen die gefährliche Milbe gefunden. Derzeit laufen bereits Gespräche mit Unternehmen, mit dem Ziel einer Produktentwicklung und Zulassung.

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Biene mit Varroa-Milbe

 

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