Bienen schützen

Bienensterben, Insektensterben, Vogelsterben: Was können wir tun?

Allein in Deutschland ist laut NABU der Insektenbestand in Naturschutzgebieten in den letzten 27 Jahren um 75 % zurückgegangen. Zu den Ursachen für das Insektensterben gehört neben der Zerstörung von Lebensräumen vor allem der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft. Der Rückgang von blütenbestäubenden Insekten wie Wildbienen, Schmetterlingen und Fliegen beeinflusst nicht nur die Nahrungsmittelproduktion. Auch die Vögel verlieren ihre Hauptnahrungsgrundlage. Deutschland hat in nur zwölf Jahren rund 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren – das entspricht einem Minus von 15 Prozent.
Neben dringend notwenigen politischen Massnahmen, wie dem Verbot von Agrargiften, gibt es einiges, was jeder einzelne von uns tun kann, um Bienen und Insekten zu schützen und zu unterstützen:

  • Auf Bioprodukte achten: Wer Bioprodukte kauft, unterstützt Bio-Landwirte. Diese verzichten auf Pestizide und Neonikotinoide, die mitverantwortlich sind für das Insektensterben. Sie achten beim Anbau auf die Fruchtfolge und säen Klee oder andere Zwischensaaten an, um den Boden wieder mit Nährstoffen zu versorgen. Deren Blüten sind wiederum Futter für die Insekten.
  • Honig vom lokalen Imker kaufen: Deutscher und Schweizer Bienenhonig unterliegt strengen Auflagen und enthält keine genmanipulierten Pollen. In Argentinien, Mexiko, Chile und Uruguay, die Hauptlieferanten für Importhonig, wird genmanipulierter Soja als Futtermittel angebaut und die Pollen landen im Honig.
  • Bienenpatenschaften abschliessen
  • Fleisch aus Freilandhaltung kaufen: Weidehaltung fördert Insekten.
  • Apfelsaft von Streuobstwiesen kaufen: Streuobstwiesen sind ein Paradies für Insekten.
  • Blumenwiese im eigenen Garten: Sie bietet Lebensraum für unzählige Insekten.
  • Insektenhotels aufstellen
  • Auf dem Balkon oder im Garten: Pflanzen anpflanzen die besonders viel Nektar enthalten.