Honigernte in Ludwigsburg (D)

Honigernte in Ludwigsburg

Die Honigernte ist für einen Imker ein grosses Ereignis, auf das er das ganze Jahr hinarbeitet. In Ludwigsburg haben wir jetzt unseren Honig geerntet: 151 Kilogramm von 12 Bienenvölkern. Eine sehr gute erste Ernte, vor allem im Vergleich zum letzten Jahr, wo der Frosteinbruch im Frühsommer viele Blüten zerstört hatte.

Honigernte in Ludwigsburg
Fast vollständig verdeckelte Bienenwabe.

Die Arbeiterinnen verschliessen den reifen Honig mit einem Wachsdeckel in den Waben. So kann der Imker erkennen, dass der Honig reif für die Ernte ist. Der optimale Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn mehr als die Hälfte einer Wabe verdeckelt ist.  Wird zu früh geerntet, ist der Honig noch dicht am Nektar und wässrig. Dann droht die Gefahr schneller Gärung.
Honig darf nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes maximal 18 % Wasseranteil haben. Gemessen wird die Feuchtigkeit mit einem Refraktometer. Unser Neckarweihinger und Oberstenfelder Blütenhonig hat 16 % Restfeuchte, der Prevorster Waldhonig 18%.

Nach dem Schleudern rühren wir den Honig eine Woche lang mehrmals am Tag mit einem elektrischen Rührstab. Dadurch erhält er seine cremige Konsistenz.

 

20. Mai 2018: Erster Weltbienentag

Die Vereinten Nationen (UN) haben den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Der Tag soll zeigen, wie wichtig Bienen in unserem Ökosystem, aber auch für die Wirtschaft sind.

Während es der Honigbiene als Nutztier dank der Imker noch relativ gut geht, sind besonders die Wildbienen bedroht. Naturschützer warnen, dass bereits jede dritte Wildbienenart in Deutschland gefährdet oder vom Aussterben bedroht ist. In Europa ist laut Internationaler Naturschutzunion IUCN ungefähr jede zehnte Wildbienenart beinah ausgerottet.
Noch dramatischer ist der Rückgang bei anderen Insekten, die ebenfalls Pflanzen bestäuben – vor allem Hummeln und Schmetterlinge sowie einige Mücken, Thripse, Fliegen und Käfer. Nach Schätzungen sind 40 Prozent von ihnen vom Aussterben bedroht. Eine langjährige Untersuchung, deren Ergebnisse 2017 vorgestellte wurde, zeigte: In Deutschland ist die Masse alle Insekten seit 1989 dramatisch geschrumpft. An 63 Orten im Bundesgebiet verzeichneten Forscher einen Rückgang um durchschnittlich 76 Prozent.